Hartmut Radebold, geboren 1935 in Berlin, ist Hochschullehrer, Autor und Arzt für Psychiatrie/Neurologie, Psychoanalyse und Psychotherapeutische Medizin, Lehr- und Kontrollanalytiker (DPV) und Altersforscher. Radebold gilt als Begründer und «Nestor der deutschsprachigen Psychotherapie Älterer». Nach dem Studium der Humanmedizin 1954 bis 1960 an der FU Berlin erfolgte die Weiterbildung zum Arzt für Psychiatrie/Neurologie an der Psychiatrischen Universitätsklinik der FU Berlin und die psychoanalytische Weiterbildung bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV). Von 1967 bis 1969 arbeitete Radebold als Funktionsoberarzt auf der Abteilung Geriatrie des Städtischen Behring-Krankenhauses Berlin. Von 1970 bis 1976 war er Mitarbeiter in der Abteilung Psychotherapie der Universität Ulm (Leiter der Ambulanz, geschäftsführender Oberarzt). 1976 erfolgte die Berufung auf eine C4-Professur im FB 04 der Universität Kassel, ausserdem die Gründung der Interdisziplinären Arbeitsgruppe für angewandte Soziale Gerontologie (ASG), deren langjähriger Sprecher er war. Ab 1976 war Radebold Lehr- und Kontrollanalytiker am Alexander-Mitscherlich-Institut der DPV in Kassel. 2009 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft Gerontopsychiatrie und -psychotherapie verliehen, zudem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.
